Über Ghost Recon

Neidvolle Blicke in Richtung anderer Teams sind eigentlich nicht so unsere Sache, als allerdings die Jungs vom ARC sich einen eigenen Winzer zugelegt hatten, waren wir schockiert. Es musste unbedingt etwas Vergleichbares angeschafft werden, man will ja nicht vor den anderen Teams schlecht aussehen!

Wir warfen all unsere Ressourcen in die Rekrutierung eines neuen Teammitglieds. Bevorzugt waren natürlich Braumeister oder Schnapsbrenner. Leider war die Suche zunächst vergebens, auf dem freien Markt fanden sich leider keine adäquaten Aspiranten, Abwerbungsversuche bei anderen Teams scheiterten leider auch (Wer gibt schon die,  nach dem Teamleader natürlich,  wichtigste Person im Team freiwillig ab?). Kurz gesagt hatten wir uns schon damit abgefunden, weiterhin trocken zu bleiben. In dieser misslichen Lage kam Rüdiger dahergeschwankt…

Gut, er ist etwas jung, unerfahren und sonst für nicht viel zu gebrauchen (und deswegen direkt in Jaqueline umgetauft), aber er ist immerhin Winzer. Umschulungsversuche zum Bierbrauer lehnte er zwar ab, trotzdem wurde er in Ermangelung sämtlicher Alternativen schließlich aufgenommen.

Im Team zeigte sich schnell, dass er seine Bestimmung bei uns gefunden hat. Nachdem wir erfolgreich seine Freundin vergrault hatten und ihm eine dem Hobby freundlicher gesinntere Dame "besorgt" hatten (passenderweise mit demselben Vornamen wie die Ex, damit er sein Nummernschild nicht ändern musste), gab es auch keine Terminprobleme mehr. Kräftig in der Aufrüstungsphase ist er als dankbarer Abnehmer unseres Altmetalls geschätzt, auch wenn die Geräte selten lange seine Pflegeversuche überleben, Papa Calli wird es schon richten… seine Trainingseinheiten kosten auch schon mal den ein oder anderen Rückspiegel seines KFZ, sodass ein Ersatzteillager in seiner Nähe sicherlich nicht bankrott gehen würde (welch ein Glück, dass Apollon ihm wohl nahezu unbegrenzt Nachschub in diesem Berreich geben kann...).

Bei den Veranstaltungen abseits des Spielfeldes hat er sich zu einem gerngesehen Zeitgenossen entwickelt, nicht ausschließlich wegen seiner „Lieferungen“. Auf dem Spielfeld zeigt er sich  recht flexibel, ob beim Hügelstürmen mit El Capitano oder dem Bunkerbau mit Don Callione oder auch mal verlassen und alleine auf Beobachtungs-/Sicherungsposten beweist er in jeder Situation seinen „freshen“ Kopf. Auch wenn das Wort „fresh“ ihn noch mal selbigen kosten wird.